
Innenbeschichtete Trinkwasserleitungen können Stoffe wie Bisphenol A an das Trinkwasser abgeben. Was Eigentümer, Hausverwaltungen und Hotelbetreiber über Rohrinnenbeschichtungen wissen sollten.
Bei einer Rohrinnensanierung (auch Rohrinnenbeschichtung) werden korrodierte Trinkwasserleitungen nicht ausgetauscht, sondern von innen mit einem Kunststoff beschichtet. Das Verfahren wird als günstige Alternative zum Leitungsaustausch vermarktet – teils unter Begriffen wie „Keramik-Beschichtung“ oder „mineralische Innenbeschichtung“.
Nach unserer Erfahrung sind die eingesetzten Materialien in der Regel epoxidharzbasiert – auch dann, wenn sie als „Keramik“ beworben werden. Epoxidharze werden aus Bisphenol A (BPA) und Epichlorhydrin hergestellt.
Aus unvollständig ausgehärteten oder alternden Epoxidharz-Beschichtungen können Bisphenol A und Epichlorhydrin in das Trinkwasser übergehen – direkt in die Leitungen, aus denen Sie trinken.
Für die nachträgliche Epoxidharz-Innenbeschichtung von Trinkwasserleitungen liegt in der Regel keine Konformität mit den Bewertungsgrundlagen des Umweltbundesamts (KTW-BWGL) vor. Solche Verfahren entsprechen damit regelmäßig nicht den anerkannten Regeln der Technik.
Die Trinkwasserverordnung sieht für Bisphenol A einen Grenzwert von 2,5 µg/l vor. Ob er in einer beschichteten Installation eingehalten wird, lässt sich nur durch eine Untersuchung klären.
Transparenzhinweis: Die Untersuchung chemischer Parameter wie Bisphenol A organisieren wir in Zusammenarbeit mit akkreditierten Partnerlaboren. Diese Leistungen sind nicht von unserer eigenen Akkreditierung erfasst.
Senden Sie uns die Eckdaten Ihres Objekts. Wir beraten Sie zur Beprobung und organisieren die Untersuchung über akkreditierte Partnerlabore.