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Trinkwasser-Wissen

Rohrinnensanierung: Bisphenol A und Epichlorhydrin im Trinkwasser

Innenbeschichtete Trinkwasserleitungen können Stoffe wie Bisphenol A an das Trinkwasser abgeben. Was Eigentümer, Hausverwaltungen und Hotelbetreiber über Rohrinnenbeschichtungen wissen sollten.

Was ist eine Rohrinnensanierung?

Bei einer Rohrinnensanierung (auch Rohrinnenbeschichtung) werden korrodierte Trinkwasserleitungen nicht ausgetauscht, sondern von innen mit einem Kunststoff beschichtet. Das Verfahren wird als günstige Alternative zum Leitungsaustausch vermarktet – teils unter Begriffen wie „Keramik-Beschichtung“ oder „mineralische Innenbeschichtung“.

Nach unserer Erfahrung sind die eingesetzten Materialien in der Regel epoxidharzbasiert – auch dann, wenn sie als „Keramik“ beworben werden. Epoxidharze werden aus Bisphenol A (BPA) und Epichlorhydrin hergestellt.

Bewertung

Warum Rohrinnenbeschichtungen kritisch sind

Stoffübergang ins Trinkwasser

Aus unvollständig ausgehärteten oder alternden Epoxidharz-Beschichtungen können Bisphenol A und Epichlorhydrin in das Trinkwasser übergehen – direkt in die Leitungen, aus denen Sie trinken.

Keine UBA-Konformität

Für die nachträgliche Epoxidharz-Innenbeschichtung von Trinkwasserleitungen liegt in der Regel keine Konformität mit den Bewertungsgrundlagen des Umweltbundesamts (KTW-BWGL) vor. Solche Verfahren entsprechen damit regelmäßig nicht den anerkannten Regeln der Technik.

Grenzwert für Bisphenol A

Die Trinkwasserverordnung sieht für Bisphenol A einen Grenzwert von 2,5 µg/l vor. Ob er in einer beschichteten Installation eingehalten wird, lässt sich nur durch eine Untersuchung klären.

Was Eigentümer und Verwalter jetzt tun können

Transparenzhinweis: Die Untersuchung chemischer Parameter wie Bisphenol A organisieren wir in Zusammenarbeit mit akkreditierten Partnerlaboren. Diese Leistungen sind nicht von unserer eigenen Akkreditierung erfasst.

Fragen zu einer Rohrinnenbeschichtung?

Senden Sie uns die Eckdaten Ihres Objekts. Wir beraten Sie zur Beprobung und organisieren die Untersuchung über akkreditierte Partnerlabore.