Ablauf der Legionellenprüfung: vom Probenahmeplan bis zum Prüfbericht
Eine Untersuchung scheitert selten an der Analytik, sondern an der Organisation: fehlende Namen, verschlossene Türen, verpasste Termine. So läuft eine Untersuchung bei uns ab.
So einfach läuft Ihre Legionellenprüfung
Sie bestätigen kurz die Angaben. Alles Weitere organisieren wir.
Alle Daten in den Darstellungen sind Musterdaten.
Sie prüfen die hinterlegten Angaben. Wir organisieren die Untersuchung.
Keine Listen per E-Mail, kein Portal, kein Login. Vom Namensabgleich bis zur nächsten Wiedervorlage läuft der Ablauf bei uns.
- Wir
Wiedervorlage
Ihre Liegenschaft ist bei uns in der Wiedervorlage. Vor dem fälligen Termin melden wir uns von selbst.
- Sie
Namensabgleich per Link
Sie erhalten die zuletzt hinterlegten Bewohner. Je Wohnung ein Klick: „Angaben stimmen“ oder eine Änderung.
Sie - Wir · automatisch
Eigentümer anfragen
Der Eigentümer erhält automatisch einen Link per SMS oder E-Mail (Zusatzleistung).
Eigentümer - Wir
Probenahme einplanen
Wir planen den Termin ein. Auf Wunsch fragen wir passende Wochentage und Tageszeiten bei den Bewohnern ab und berücksichtigen sie bei der Planung.
Bewohner - Wir
Alle Beteiligten informieren
Rund zwei Wochen vorher informieren wir Sie, die betroffenen Bewohner und den Hausmeister über den Termin.
SieBewohnerHausmeister - Wir · automatisch
Hinweise der Bewohner
Hinweise zu Zugang und Schlüsseln geben wir an den Probenehmer weiter.
BewohnerProbenehmer - Wir
Probenahme im Zeitfenster
Bewohner erhalten ein Zeitfenster von in der Regel rund 30 Minuten. Niemand muss einen ganzen Tag zu Hause bleiben.
Bewohner - Wir
Analytik und Ergebnis
Sie erhalten Prüfbericht, ein verständliches Ergebnisschreiben mit konkreten Hinweisen, etwa wenn eine Temperatur zu niedrig war, und eine fertige Bewohnerinformation.
Sie - Sie
Aushang aufhängen
Sie hängen die Bewohnerinformation aus. Über den QR-Code finden Bewohner Antworten auf häufige Fragen.
Bewohner - Wir
Nächster Termin
Wir nehmen den nächsten Termin in die Wiedervorlage und melden uns rechtzeitig.
Was Sie am Ende in der Hand haben
Liegt ein Befund vor, erhalten Sie eine angepasste Bewohnerinformation mit den Hinweisen für den Alltag.
Wo beprobt wird und wo nicht
Die Empfehlung des Umweltbundesamts sieht Proben am Austritt des Trinkwassererwärmers, am Wiedereintritt der Zirkulation und in der Peripherie vor. Peripherie meint die Entnahmestellen in den Wohnungen, in der Regel eine je Steigstrang.
- Immer zwei Proben am Trinkwassererwärmer: Warmwasseraustritt und Zirkulationseingang.
- Je Steigstrang, der Duschen oder Badewannen versorgt, eine Probe am Strangende, in der Regel in der obersten Wohnung, wo das Wasser den weitesten Weg hat.
- Reine Küchen- und WC-Stränge ohne Dusche beproben wir in der Regel nicht. Die Untersuchung zielt auf die Bereiche, in denen geduscht wird.
- Steht die oberste Wohnung leer, nehmen wir die bewohnte Wohnung darunter. Leer stehende Wohnungen beproben wir bewusst nicht, weil das Ergebnis die Stagnation abbilden würde und nicht den Zustand der Installation.
Große Anlagen: Probenumfang mit Augenmaß
25 Steigstränge bedeuten nicht automatisch 27 Proben. Nach der Empfehlung des Umweltbundesamts vom 18.12.2018 müssen nicht aus allen Steigsträngen Proben entnommen werden, wenn die beprobten Stränge eine Aussage über die nicht beprobten zulassen, etwa weil sie ähnlich gebaut sind, gleichartige Gebäudebereiche versorgen und gleich genutzt werden. Wir wählen je Gebäudeteil den hydraulisch ungünstigsten Strang, jeden anders aufgebauten oder genutzten Strang und alle Stränge, die früher auffällig waren. Die Auswahl begründen wir im Probenahmeplan, nachvollziehbar für Eigentümer und Gesundheitsamt.
Gut vorbereitet zur Probenahme
- Zugang zu Heiz- oder Technikraum am Termin gesichert (Schlüssel, Hausmeister).
- Probenahmeventile am Warmwasseraustritt und am Zirkulationseingang des Trinkwassererwärmers vorhanden, zugänglich und funktionsfähig.
- Anlage im üblichen Betrieb: Austritt dauerhaft mindestens 60 °C, Zirkulation nicht unter 55 °C.
- Zirkulationspumpe in Betrieb, Bewohner informiert, Zugang zu den Wohnungen geklärt.
- Keine zusätzlichen Spülungen, Desinfektionen oder Umbauten kurz vor dem Termin; bestehende Spülpläne laufen normal weiter.
Das Probenahmeventil
Ohne geeignete Probenahmeventile kann der Trinkwassererwärmer nicht ordnungsgemäß beprobt werden. Benötigt werden zwei Ventile: eines am Warmwasseraustritt und eines am Zirkulationseingang, kurz bevor das Wasser in den Trinkwassererwärmer zurückfließt. Die Ventile müssen sich abflammen oder desinfizieren lassen und dürfen keine Toträume haben (DVGW-Arbeitsblatt W 551). Ein Entleerungshahn ist kein Ersatz. Fehlt am Termin ein Ventil, nehmen wir an dieser Stelle keine Probe, melden Ihnen den Mangel mit dem Ergebnis und holen die Stelle nach dem Einbau nach. Unser Tipp: Lassen Sie die Ventile vor der ersten Untersuchung von Ihrem Installateur prüfen. Das erspart einen zweiten Termin.
Warum wir nicht an jeder Armatur Proben nehmen
An Armaturen mit fest eingebautem Strahlregler, an Küchenarmaturen mit Brauseschlauch und an Kesselfüll- und Entleerungshähnen entnehmen wir keine Proben. In diesen Bauteilen sitzen Biofilm oder Toträume, die kaum durchströmt werden. Die Probe würde das Bauteil abbilden, nicht die Installation. Im ungünstigen Fall entsteht ein auffälliges Ergebnis ohne Aussage über die Installation, mit Anzeige beim Gesundheitsamt und vermeidbaren Folgekosten. Wo es möglich ist, nehmen wir vor Ort eine Ersatzprobe an einer geeigneten Stelle in derselben Wohnung oder im selben Strang.

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Diese Seite gibt allgemeine Informationen und unsere Erfahrungen aus der Praxis wieder. Sie ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall. Maßgeblich ist die jeweils gültige Fassung der Trinkwasserverordnung und der technischen Regeln. Stand: Oktober 2026.



